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Kampf um Relegationsplatz nimmt an Spannung zu
Mittwoch, 07. Dezember 2011 um 19:19
Marburg. Für Ebsdorfergrunds Trainer Stefan Backes ist der Relegationsplatz zwar wieder in greifbare Nähe gerückt, doch Backes bleibt Realist und gibt weiter Platz fünf als Saisonziel vor. „Klar haben wir momentan einen Lauf. Ich bin der Letzte, der nicht weiter nach oben strebt. Dafür muss der ein oder andere im Training aber noch mehr Engagement an den Tag legen“, betont Backes ausdrücklich. In Moischt erwartet er einen nach zwei Siegen hochmotivierten Gegner und dementsprechend ein „schweres Spiel.“ Die Punkte will er allerdings mit nach Hause nehmen.

Vor einer schweren Aufgabe sieht auch Calderns Vorstand Dieter Schneider seine Mannschaft beim VfB Lohra. „Wir hatten schon in der Hinrunde beim 1:1 große Mühe mit Lohra. Das wird auf dem Hartplatz am Sonntag mit Sicherheit nicht einfacher“, analysiert Schneider die Ausgangsposition. Für den TSV-Vorstand ist jedoch zwingend eine Leistungssteigerung im Vergleich zu dem zwar deutlichen aber unter dem Strich enttäuschenden 4:1-Sieg bei Borts-/Ronhausen erforderlich. Mit leeren Händen möchte Schneider auf alle Fälle nicht die Heimreise antreten, zumal Trainer Stefan Muth personell weiter aus dem Vollen schöpfen kann.

Der Coach des VfB, Mario Pitz, ist sich sicher, das seine Jungs nach zwei Niederlagen in Fol ge am Sonntag wieder punkten werden. „Unsere personelle Situation hat sich wieder entspannt und in Markus Veith (Meniskusoperation), fehlt mir lediglich ein Stammspieler. Sind wir komplett, sind wir sogar für eine Überraschung gut“, gibt sich Pitz zuversichtlich. Für ihn ist jedenfalls ein Punkt das Minimalziel. Der reicht Oberwalgerns Trainer Markus Schmidt im Spiel bei Fortuna Ebsdorfergrund nicht. Die Südkreisler haben mit dem 1:0-Sieg gegen den Aufstiegsaspiranten Erfurtshausen den vierten Sieg in Folge eingefahren und wollen diesen positiven Trend fortsetzen und den Dreier holen auch wenn in Manuel Becker der etatmäßige Libero am Sonntag nicht zur Verfügung steht.

Zu einem interessanten Kräftemessen kommt es im Aufeinandertreffen der Nachbarvereine Rauischholzhausen und Wittelsberg. Rauischholzhausens Trainer Frieder Deubert erwartet ein Spiel auf Augenhöhe. „Bei diesen Witterungsverhältnissen muss der ein oder ande re Spieler den inneren Schweinehund überwinden, um sein komplettes Potenzial abzurufen. Gelingt das am Sonntag, werden wir den Platz nicht als Verlierer verlassen“, lautet das Statement von Deubert.

Mit einem „offenen Spiel“ rechnet auch Wittelsbergs Trainer Jörg Engelhardt. Das Team um Goalgetter Benni Neumann hat sich nach Anlaufschwierigkeiten mittlerweile gefunden und tritt mehr und mehr als Kollektiv auf. So reist der TSV mit breiter Brust in den Nachbarort. „Ich gehe in jedes Spiel um zu gewinnen“, betont Engelhardt. Deshalb streben wir den dreifachen Punktgewinn an. Ein Remis ist das absolute Minimalziel für den Absteiger, der sich mit einem Auswärtssieg im oberen Drittel festsetzen könnte.

Quelle: Oberhessische Presse Marburg vom 03.12.2011. Geschrieben von Dietmar Bodenbender.